Von bösen Nachbarn und aufgedrehten Chirurgen: English-Theater zu Gast an der BKS

Pünktlich um sieben Uhr morgens standen die vier Schauspielerinnen und Schauspieler vom White Horse Theatre mit Ihrem Transporter vor der Schultür. Sofort machten sie sich ans Ausladen ihrer Requisiten und Kostüme, denn es standen drei verschiedene Stücke für die BKS auf dem Programm.

Das White Horse Theatre kommt jedes Jahr mit immer anderen jungen Schauspielern und neuen Stücken zur Bertha-Krupp-Realschule. Dieses Mal hatten sie für die fünfte und sechste Stufe das Stück „My Cousin Charles“ vorbereitet. Darin schossen Dottie und ihr Cousin Charles eine Fensterscheibe des fiesen, kinderhassenden Nachbarn zu Bruch. Leider gelang es ihnen nicht, die Scheibe heimlich zu reparieren und es kam zu einiger Verwirrung.

In „Success Story“ (Stufe sieben und acht) ging es um drei Jugendliche, die irgendwie das Gefühl hatten, nicht halb so clever, cool und hübsch zu sein wie all die tollen Leute im Fernsehen. In einer Traumsequenz schlüpften die Jugendlichen aber in eben solche Rollen – in einer abgedrehten Krankenhausserie! In einer gefährlichen Operation wollte das Leben eines Patienten gerettet werden. Stattdessen kam ein Telefonhörer aus dem sorgsam geöffneten Brustkasten hervor.

„The Tyrant´s Kiss“ (für Klasse neun und zehn) wiederum war ein sehr ernstes Stück über die Flucht von Migranten über das Mittelmeer.  Darin wurden nicht nur all die Gefahren thematisiert, die die Menschen auf ihrer Flucht überstehen müssen, sondern auch das Leid, das den schutzsuchenden Menschen widerfährt.

Manche Schülerin und mancher Schüler waren nach den Aufführungen verblüfft von der Leistung auf der Bühne. „Wie habt ihr euch den ganzen Text der drei Stücke gemerkt?“, wurden die Schauspieler gefragt – wohlgemerkt auf Englisch. Sie hätten, so kam es als Antwort, einen Monat lang die Stücke gemeinsam geprobt und dabei mit der Zeit die Texte auswendig gelernt.